Download Ratgeber Einbürgerung und Einbürgerungstest



Wichtige Informationen rund um den Einbürgerungstest

Samstag, 9. September 2017

war-torn-2069727_640Wenn Sie erfolgreich am Einbürgerungstest teilgenommen haben, werden gleichzeitig auch Kenntnisse über die hiesige Gesellschafts- und Rechtsordnung und die Lebensverhältnisse in Deutschland nachgewiesen. Dieses Wissen ist essentiell, um in Deutschland dauerhaft leben zu können und eingebürgert zu werden. Eine Anmeldung zum Einbürgerungstest können Sie bei einer offiziellen Prüfstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vornehmen.

Was kommt im Test auf Sie zu?

Das Testheft zur Prüfung beinhaltet einen Fragenkatalog aus 33 Fragen. Innerhalb einer Stunde können Sie diese beantworten. Es stehen bei jeder Frage vier Antwortmöglichkeiten zur Verfügung, Sie können dann die Ihre Wahl ankreuzen. Der Test gilt als bestanden, wenn Sie mindestens siebzehn Fragen korrekt beantwortet haben. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird Ihnen das Testergebnis mitteilen und bei Bestehen eine entsprechende Bescheinigung ausstellen. Anhand dieser Bescheinigung können Sie dann offiziell bei Ihrer Einbürgerungsbehörde staatbürgerliche Sachkenntnisse nachweisen. Für den Fall, dass Sie den Test nicht bestanden haben, können Sie diesen nochmals wiederholen.

Aus welchen Bereichen kommen die 33 Fragen?

Aus den Themenbereichen „Leben in der Demokratie“, „Mensch und Gesellschaft“, sowie „Geschichte und Verantwortung“ kommen 30 Fragen und 3 Fragen zu dem Bundesland, in dem Sie aktuell gemeldet sind. Es gibt einen Gesamtkatalog der Einbürgerungsfragen, welchen Sie sich im Vorfeld bei dem zuvor genannten Amt besorgen können. Sie erhalten dadurch einen guten Überblick und können sich in Ruhe vorbereiten.

Wer muss einen Einbürgerungstest durchführen?

Im Rahmen der Beantragung der deutschen Staatsangehörigkeit müssen entsprechende Kenntnisse bezüglich der Lebensverhältnisse, sowie der Rechts- und Gesellschaftsordnung nachgewiesen werden. Diese können mithilfe des Einbürgerungstests nachgewiesen werden.

Hier gibt es zwei Ausnahmen:

  • Wenn Sie einen Schulabschluss in Deutschland erworben haben.
  • Wenn Sie an einer geistigen, körperlichen oder seelischen Erkrankung leiden, eine Behinderung haben oder die Anforderungen aufgrund des Alters nicht erfüllen können.

Wo können Sie den Test durchführen?

Hier kann die örtliche Einbürgerungsbehörde am besten weiterhelfen. Dort erhalten Sie auch Auskünfte, wo sich die nächste Prüfstelle befindet, um sich dort zum Test anzumelden. Die Kosten für die Testteilnahme betragen 25 Euro. Denken Sie unbedingt daran, Ihren gültigen Ausweis am Tag des Testes mitzubringen.

Wie können Sie sich am besten vorbereiten?

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stellt auf dessen Webseite einen Fragenkatalog online zur Verfügung. Damit können Sie effektiv üben. Sie erhalten unmittelbar eine Rückmeldung, ob die jeweilige Frage korrekt beantwortet wurde. Der Online-Test umfasst 310 Fragen, 10 Fragen spezifisch zu dem Bundesland, in dem Sie Ihren Wohnsitz haben und 300 allgemeine Fragen. Darüber hinaus werden Ihnen zu jeder Frage auch nach der Beantwortung kurze Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt.

 

Einbürgerung von ausländischen Mitbürgern in Deutschland

Freitag, 1. September 2017

 

refugee-1197026_640In der Integrationspolitik spielt die Einbürgerung von ausländischen Mitbürgern seit langem eine große und wichtige Rolle. Es bestehen feste Rechtsgrundlagen zur Einbürgerung in Deutschland und es gibt genaue Statistiken, die nach Herkunftsländern, Geschlecht und Alter aufgegliedert sind. Darüber hinaus werden auch Daten bezüglich der mehrfachen oder doppelten Staatsbürgerschaft erhoben.

Über diese amtliche Datenerhebung hinaus, geben Erhebungen zur empirischen Sozialforschung weitere Aufschlüsse zu der Bereitschaft von Ausländern zur Einbürgerung. Auch Hintergründe, bzw. Motive von ausländischen Mitbürgern hintergründigen Motiven werden betrachtet. Es wird auch thematisiert, wie die Einstellung von Deutschen gegenüber der Einbürgerung von Ausländern ist. Dabei wird auch betrachtet, wie sich diese Grundstimmung innerhalb der letzten Jahre verändert hat und welchen Einfluss dies auf die Gesamtsituation hat.

In Deutschland werden Integrationskurse angeboten

Wer in Deutschland leben möchte, muss früher oder später die deutsche Sprache lernen. Dies ist essentiell wichtig, wenn Sie sich um Arbeit bemühen, Formulare ausfüllen, Kinder in Schulen anmelden möchten, oder neue Kontakte knüpfen möchten. Machen Sie nicht den Fehler, andere Familienmitglieder, die Deutsch können, bei wichtigen Terminen als Sprachrohr zu nutzen. Vielleicht hilft dies im ersten Moment und Sie spüren zunächst eine gewisse Erleichterung, – jedoch bringt Sie das dauerhaft nicht weiter. Wagen Sie den Schritt und nehmen Sie erste Termine auch alleine wahr, denn Sie werden sehen, dass die Mitarbeiter auf Behörden Sie sicherlich nicht im Regen stehen lassen. Wenn Sie sich einen Grundwortschatz auf Deutsch angeeignet haben, werden Sie einfache Behördengänge und Erledigungen des täglichen Bedarfs auch eigenständig umsetzen können. Sie sollten auch Ihren Kindern ein Vorbild sein. Es macht nämlich keinen Sinn von den Kindern zu verlangen, sich zu integrieren und in der Schule Deutsch zu lernen, wenn Sie nicht Gleiches tun. Auch Sie sollten parallel zu Ihren Kindern Kurse besuchen und sich nicht nur zu Hause und mit Ihren Landsleuten aufhalten. Integration bedeutet über die hiesigen Sprachkenntnisse hinaus auch die Kontaktaufnahme zu Deutschen. Kapseln Sie sich nicht ab, sondern machen Sie einen Schritt auf Ihre Mitmenschen zu. Vielleicht nutzen Sie die Chance im Kindergarten oder der Schule, um erste Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen.

Infos über Deutschland

Darüber hinaus sollten Sie auch andere Dinge über Deutschland erfahren und wissen. Beispielsweise über die Geschichte Deutschlands, über unsere kulturellen Begebenheiten und die Rechtsordnung.

All diese Dinge bieten Ihnen eine Basis, um gut und integriert in Deutschland leben zu können.

Im Integrationstest werden schon einige wichtige Grundlagen vermittelt. Die Durchführung erfolgt auf der Basis der Integrationskurstestverodnung (IntTestV), die Integrationskursverodnung (IntV), sowie dem § 43 ff des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG).

 

Wie werde ich Deutscher?

Mittwoch, 2. August 2017

 

 Wer als Deutscher eingebürgert werden will, muss sich einem Einbürgerungstest stellen und 30 Fragen zu Deutschland beantworten. Geprüft wird beispielsweise an einer Volkshochschule. Hier können Fragen auftauchen wie etwa: „Welchen Minister gibt es in dem jeweiligen Bundesland nicht? Einen Justizminister, Finanzminister, Außenminister oder Innenminister?“ Eine weitere mögliche Frage ist: „Warum wird die Zeit im Herbst 1989 in der damaligen DDR als „Wende“ bezeichnet?“

Ablauf

Häufig warten in den Volkshochschulen der Bundesländer Gruppen von Frauen und Männern aus den unterschiedlichsten Nationen der Welt. Hochschuldozenten holen die Einbürgerungswilligen ab und bringen Sie in die vorgesehenen Räumlichkeiten.

Manche Einbürgerungstests finden drei Mal im Semester statt. Viele Teilnehmer lassen sich von einem Familienmitglied oder dem Partner begleiten.

Die Durchfallquote ist gering

Eine Dozentin oder ein Dozent führt meist die Aufsicht. Die Fragebögen sind personalisiert und es erfolgt eine kurze Einweisung. Dem jeweiligen Teilnehmer werden 30 Multiple-Choice-Fragen aus einem Fragenkatalog der 300 Fragen zu Geschichte, Politik, Rechts- und Gesellschaftsordnung und Geographie umfasst, zugeteilt. Welche Fragen der jeweilige Teilnehmer erhält, entscheidet ein Zufallsgenerator. Außerdem beinhaltet der Test noch drei Fragen, die sich auf das Bundesland beziehen, in dem der zu Einbürgernde lebt. Die Teilnehmer haben eine Stunde lang Zeit, um mindestens 17 von 33 Fragen korrekt zu beantworten. Schafft es der Teilnehmer, diesen Schnitt zu erreichen, so gilt der Test als bestanden. Die Durchfallquote ist eher geringfügig. Wenn Menschen durchfallen, dann liegt das meist am mangelnden Sprachverständnis. Doch selbst wenn ein Teilnehmer die Sprache nicht gut beherrscht, so kann er sich im Vorfeld gut auf den Test vorbereiten. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) stellt auf dessen Webseite alle möglichen Fragen offen zugänglich. Darüber hinaus ist der Fragenkatalog in Druckversion für Euro 3 an den meisten VHS erhältlich.

Wer durchfällt, kann problemlos wiederholen

Der Einbürgerungstest kostet Euro 25. Dies ist im Vergleich zu Euro 255, die jeder Einbürgerungswillige tragen muss, eher geringfügig. Seit September 2008 sind deutsche Volkshochschulen als Prüfstelle offiziell zugelassen. Eine regionale Stelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wertet die Tests aus. Die Anwesenheit der Teilnehmer wird vor Beginn der Prüfung durch die Aufsicht kontrolliert. Manche verlassen bereits nach fünf Minuten den Saal, andere nutzen die vollen 60 Minuten zum Ausfüllen des Bogens. Wer heute durchfällt, kann problemlos wiederholen! Vielleicht denken Sie jetzt:“ Das ist ja einfach!“.

Ganz so einfach wie es klingt, ist es für die Betroffenen sicherlich nicht. Denn nur wer die 300 Fragen korrekt auswendig lernt, hat die deutsche Staatsbürgerschaft nicht in der Tasche.

Es folgt eine Sprachprüfung

Die sogenannte B1-Sprachprüfung stellt deutlich mehr Anforderungen an seine Teilnehmer. Es handelt sich dabei um eine Stufe der fortgeschrittenen Sprachanwendung. Dies bedeutet, dass der Teilnehmer mit seinen Sprachkenntnissen Probleme des Alltags bewältigen kann. Viele Migranten in Deutschland haben jedoch nie einen Sprachkurs belegt, sondern sich Kenntnisse durch Zeitungen oder durch Kommunikation mit Verwandten angeeignet. Das deutsche Staatsangehörigkeitsgesetz sieht vor, dass man einen Anspruch nach Einbürgerung nach einem 8jährigen Aufenthalt in Deutschland erlangt. Nimmt man jedoch an einem Integrationskurs teil, so kann die Zeit auf sieben Jahre verkürzt werden. Außerdem wirkt sich eine Tätigkeit in Vereinen oder Organisation ebenfalls günstig aus. In diesem Fall kann die Frist sogar auf sechs Jahre reduziert werden.

Der Kurs kostet 32 Euro

Es gibt einen vorbereitenden Test, der 32 Euro kostet und sehr empfehlenswert ist, um sich Hintergrundwissen zu den möglichen Fragen anzueignen. Dieser Test ist keine Pflicht und dient ausschließlich vorbereitend. Getestet werden kommunikative Fähigkeiten aus den Bereichen Schreiben, Sprechen, Lesen und Hören.

Wo verläuft nochmal die Grenze?

Viele Volkshochschulen bieten darüber hinaus Integrationskurse an. Wenn sich jemand dauerhaft in Deutschland aufhält, so hat er das Recht an einem solchen Kurs teilzunehmen. Meist werden bis zu 25 Personen in einer Gruppe unterrichtet. Der umfangreiche Kurs kostet ca. Euro 2000. Aufbauend erfolgt ein Orientierungskurs, in dem Kenntnisse zur Gesellschaft, deutscher Rechtsordnung und Kultur vermittelt werden. Der abschließende Test „Leben in Deutschland“ ist dann gleichzusetzen mit dem später Abgefragten des eigentlichen Einbürgerungstests.

 

Doppelte Staatsbürgerschaft

Donnerstag, 11. Mai 2017

Fakten und Gesetzestexte zur doppelten Staatsbürgerschaft

Kaum ein Thema wird in den Medien und in der Politik derzeit so heiß diskutiert wie die doppelte Staatsbürgerschaft. Im Jahr 2014 wurde von der CDU und der SPD gemeinsam beschlossen, dass Kinder die in Deutschland geboren sind und ausländische Eltern haben sowie die Voraussetzungen erfüllen, nicht mehr für ein Heimatland entscheiden müssen. Hier wurde ein Doppelpass ausgestellt, der den Kindern sowohl die deutsche wie beispielsweise die türkische, amerikanische oder russische Staatsbürgerschaft sicherte.

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Keine doppelte Staatsbürgerschaft mehr?!

Freitag, 9. Dezember 2016

Auf ihrem Parteitag in Essen hat die CSU einen überraschenden Beschluss gefasst. Demnach soll die Optionspflicht für Kinder wieder eingeführt werden, deren Eltern Ausländer sind. Eine doppelte Staatsbürgerschaft soll nicht mehr unterstützt werden.

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